Herzlich willkommen im Tumortherapie Center des Instituts für Bildgebende Diagnostik

Interventionelle Onkologie – gezielte und schonende Behandlung von Krebs

Die Behandlung von Krebs basierte seit dem Mittelalter auf drei Säulen: Chirurgie, Strahlentherapie und Chemotherapie. Dabei gehen die Ärzte von einem vereinfachten Konzept von Krebs aus: einem lokalisierten Tumor, der entfernt werden muss. Die Ergebnisse sind oft suboptimal, da sie den Patienten nur einen geringen Überlebensvorteil verschaffen – zum Preis erheblicher Nebenwirkungen.

Mit der Erkenntnis, dass Krebs eine systemische, d.h. den ganzen Körper betreffende Erkrankung ist, die sich auf zellulärer Ebene abspielt, befindet sich die Krebstherapie nun im Wandel: Interventionelle Onkologie, integrative Onkologie, Immuntherapie, Krebs als chronische und nicht als tödliche Erkrankung, individualisierte, auf den einzelnen Patienten abgestimmte Therapiekonzepte, Langzeitmonitoring des Behandlungserfolges und Rezidivfrüherkennung sind neue, effektivere und weniger invasive Therapiekonzepte, die sich gegen die etablierten Methoden durchsetzen.

Das Tumortherapie-Center in Offenbach unter Leitung von Prof. Dr. Stehling behandelt daher Patienten mit neuen minimal-invasiven Verfahren, welche sich in erster Linie gegen den Tumor und nicht gegen den Körper richten.

Abbildung 1: Die zahlreichen Faktoren, die in der Krebsimmunität eine Rolle spielen, bieten ein breites Spektrum an potentiellen therapeutischen Targets. Diese Graphik beschreibt Beispiele für einige der Therapien, die derzeit in präklinischen oder klinischen Studien getestet werden. Unter den Highlights sind Impfstoffe, die in erster Linie an Schritt 2 greifen, anti-CTLA4 kann Schritt 3 fördern, und Anti-PD-L1 oder Anti-PD-1-Antikörper beeinflussen in erster Linie Schritt 7. Chemotherapie, Strahlentherapie und gezielte Therapien können ebenfalls Schritt 1 fördern, auch wenn diese Maßnahmen per Definition keine Immuntherapien sind. Auch können Inhibitoren von VEGF potentiell die T-Zellen-Infiltrierung in Tumorgewebe fördern (Schritt 5). Abkürzungen: GM-CSF = Granulozyten-Makrophagen-Kolonie-stimulierender Faktor; CARs = chimäre Antigenrezeptoren [1]

Präzise Diagnostik – der Schlüssel zur effektiven und schonenden Therapie

Um eine solche Fokussierung auf das Krebsgewebe erzielen zu können, ist eine qualitativ hochwertige Diagnostik von größter Wichtigkeit. Je nach Krebsart und –lokalisation kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, wobei bildgebende Verfahren wie 3D-CT (Computertomographie), MRT (Kernspintomographie) und (PET) Positronen-Emissions-Tomographie neben US (Ultraschall), und endoskopischen Verfahren die wichtigste Rolle spielen zur Erstellung einer einwandfreien Diagnose; welche es wird, wird individuell für jeden Patienten entschieden.

Bisher wurde davon ausgegangen, dass die PET-CT (Positronen-Emissions-Tomographie in Kombination mit Computertomographie) die überlegene Methode zum Nachweis von Metastasen bei Krebserkrankungen ist. Xu und Kollegen [2] konnten nun zeigen, dass die Ganzköper-MRT gleiche oder teilweise sogar bessere Ergebnisse liefert als die PET-CT. Eine Metaanalyse von 13 prospektiven Studien mit insgesamt 1239 Patienten ergab, dass die MRT im Nachweis von mit einer Sensitivität und Spezifität von 86 und 97% dem PET-CT mit jeweils 85 und 96% leicht überlegen war.

Therapiebegleitendes Monitoring

Durchläuft man eine konventionelle Therapieform, gibt es nicht immer Kontrollen mit zeitlich sinnvollen Abständen. Meistens beschränken sich die tatsächlich durchgeführten Kontrollen auf die Blutwerte des Patienten. Dabei ist es gerade bei konventionellen Methoden wie der Chemotherapie sinnvoll, die Wirkung der laufenden Therapie zu kontrollieren und bei ungenügender Wirkung zu verändern oder sogar abzubrechen.

Wir sprechen uns besonders für das sogenannte MR-Monitoring und bei Metastasenbefall moderne Bluttests aus, die aufzeigen können, ob die laufende oder abgeschlossene Therapie einen Erfolg erzielt oder ob weitere Maßnahmen notwendig sind.

Da es für uns von großer Wichtigkeit ist, einen individuellen Therapieplan zu erstellen, der auf den Krankheitsverlauf, die Bedürfnisse und die medizinische Vorgeschichte eines jeden Patienten abgestimmt ist, unterliegt eine Behandlung bei uns keiner pauschalen Standardprozedur.


Referenz:

  1. Chen, Daniel S., and Ira Mellman. "Oncology meets immunology: the cancer-immunity cycle." Immunity 39.1 (2013): 1-10.
  2. Xu, G. Z., et al. "Comparison of FDG whole-body PET/CT and gadolinium-enhanced whole-body MRI for distant malignancies in patients with malignant tumors: a meta-analysis." Annals of oncology (2012): mds234.

 

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Professor Stehling

Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. med. habil. Michael K. Stehling - Professor of Radiology, Privatdozent an der LMU München, fmr. Associate Professor of Radiology der Boston University, USA.

Prof. Stehling war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Sir Peter Mansfield, der 2003 für die Entwicklung der Magnetresonanztomographie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

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